1899 - 1999
Festschrift der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf aus Anlaß des 100. Jahrestages ihrer Gründung zum 1. Oktober 1899

 

Leben und Freude in der Seniorenarbeit
von Krimhilde Bangert

 

Für die Festschrift zum Jubiläum "100 Jahre Evangelische Kirche Pfaffendorf" möchte auch ich, als eine der Bezirkshelferinnen, einen kleinen Bericht über den Dienst in dem Bezirk, in dem ich eingesetzt bin, beitragen.
Seit 1988, also nunmehr schon über 10 Jahre, bin ich für die Senioren im Bezirk Nord (Arzheim, Urbar, Immendorf, Arenberg und Niederberg) tätig. Beweggrund und Antrieb für diesen Dienst waren in erster Linie Erfahrungen, die ich in meiner Familie und in anderen Familien über den ,,Stellenwert" älterer Menschen sammeln durfte.
Nach dem Tode meiner Eltern stand für mich fest, daß ich für Ältere da sein möchte, um ihnen beizustehen, um mit ihnen zu reden, um mit ihnen zu lachen.
Ziel meiner Arbeit ist es, den Alten zuzuhören und Ansprechpartnerin zu sein. Ich versuche, Singen, Lachen, Leben und Freude in die verschiedenen Seniorenveranstaltungen zu bringen. Meine Tätigkeit umfaßt mehrere Schwerpunkte:

Es gibt Kaffeenachmittage mit vielfältigen Programmen, Busfahrten zu Sehenswürdigkeiten in der näheren und gelegentlich auch weiteren Umgebung sowie Grillfahrten. Hier können die Senioren nicht nur für Stunden den oft tristen Alltag oder ihre Einsamkeit vergessen.
Spielnachmittage im 14-tägigem Rhythmus (mittwochs in der Versöhnungskirehe in Arenberg) sind seit zwei Jahren zum festen Bestandteil der Seniorenarbeit geworden. In unserer frohen Runde ist jeder herzlich willkommen.
Seit etwa 9 Jahren betreue ich einen Bastelkreis in Urbar. Die fleißigen und geschickten Hände der Bastlerinnen schaffen kunstgewerbliche Gegenstände, die überwiegend für den Verkauf auf Basaren bestimmt sind. Der Kreis ist auch zuständig für die Tischdekorationen bei unseren Kaffeenachmittagen und Weihnachtsfeiern. Auch hier sind wir zu einer frohen Gemeinschaft zusammengewachsen.
Eine umfangreiche Aufgabe stellen die Vorbereitung und Durchführung von 14-tägigen Freizeiten im In- und Ausland für Senioren unserer Gesamtgemeinde dar. Hierbei steht den Teilnehmern während der gesamten Freizeit der Reisebus zur Verfügung, damit die Hauptsehenswürdigkeiten bequem besucht werden können.
Bei meiner Arbeit unterstützt mich eine Vielzahl von Frauen und auch Männern, ohne deren Hilfe seniorenfreundliche Veranstaltungen nicht durchgeführt werden können. Sogar die Mütter der Katechumenen und Konfirmanden lassen mit ihren selbstgebackenen Kuchen für die Kaffeenachmittage die Herzen der Senioren höher schlagen. Von "unseren" Senioren erfahren meine Helferinnen und ich beinahe täglich eine Fülle von Dankbarkeit und Freude, die uns glücklich macht und den Dienst am Mitmenschen leicht werden läßt. Mit einem Wort von Christian Morgenstern, das für mich zum Leitfaden meiner Arbeit geworden ist, möchte ich meinen Bericht schließen: "Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann".
 

 

 

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