Für die Festschrift zum Jubiläum "100
Jahre Evangelische Kirche Pfaffendorf" möchte auch ich, als eine der
Bezirkshelferinnen, einen kleinen Bericht über den Dienst in dem
Bezirk, in dem ich eingesetzt bin, beitragen.
Seit 1988, also nunmehr schon über 10 Jahre, bin ich für die Senioren
im Bezirk Nord (Arzheim, Urbar, Immendorf, Arenberg und Niederberg)
tätig. Beweggrund und Antrieb für diesen Dienst waren in erster Linie
Erfahrungen, die ich in meiner Familie und in anderen Familien über
den ,,Stellenwert" älterer Menschen sammeln durfte.
Nach dem Tode meiner Eltern stand für mich fest, daß ich für Ältere da
sein möchte, um ihnen beizustehen, um mit ihnen zu reden, um mit ihnen
zu lachen.
Ziel meiner Arbeit ist es, den Alten zuzuhören und Ansprechpartnerin
zu sein. Ich versuche, Singen, Lachen, Leben und Freude in die
verschiedenen Seniorenveranstaltungen zu bringen. Meine Tätigkeit
umfaßt mehrere Schwerpunkte:
Es gibt Kaffeenachmittage mit vielfältigen Programmen, Busfahrten zu
Sehenswürdigkeiten in der näheren und gelegentlich auch weiteren
Umgebung sowie Grillfahrten. Hier können die Senioren nicht nur für
Stunden den oft tristen Alltag oder ihre Einsamkeit vergessen.
Spielnachmittage im 14-tägigem Rhythmus (mittwochs in der
Versöhnungskirehe in Arenberg) sind seit zwei Jahren zum festen
Bestandteil der Seniorenarbeit geworden. In unserer frohen Runde ist
jeder herzlich willkommen.
Seit etwa 9 Jahren betreue ich einen Bastelkreis in Urbar. Die
fleißigen und geschickten Hände der Bastlerinnen schaffen
kunstgewerbliche Gegenstände, die überwiegend für den Verkauf auf
Basaren bestimmt sind. Der Kreis ist auch zuständig für die
Tischdekorationen bei unseren Kaffeenachmittagen und Weihnachtsfeiern.
Auch hier sind wir zu einer frohen Gemeinschaft zusammengewachsen.
Eine umfangreiche Aufgabe stellen die Vorbereitung und Durchführung
von 14-tägigen Freizeiten im In- und Ausland für Senioren unserer
Gesamtgemeinde dar. Hierbei steht den Teilnehmern während der gesamten
Freizeit der Reisebus zur Verfügung, damit die Hauptsehenswürdigkeiten
bequem besucht werden können.
Bei meiner Arbeit unterstützt mich eine Vielzahl von Frauen und auch
Männern, ohne deren Hilfe seniorenfreundliche Veranstaltungen nicht
durchgeführt werden können. Sogar die Mütter der Katechumenen und
Konfirmanden lassen mit ihren selbstgebackenen Kuchen für die
Kaffeenachmittage die Herzen der Senioren höher schlagen. Von
"unseren" Senioren erfahren meine Helferinnen und ich beinahe täglich
eine Fülle von Dankbarkeit und Freude, die uns glücklich macht und den
Dienst am Mitmenschen leicht werden läßt. Mit einem Wort von Christian
Morgenstern, das für mich zum Leitfaden meiner Arbeit geworden ist,
möchte ich meinen Bericht schließen: "Lachen und Lächeln sind Tor und
Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann".
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