1899 - 1999 |
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Erfahrungen aus der Seniorenarbeit im ältesten Teil der Gemeinde |
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Seit Oktober 1992 bin ich als
Bezirkshelferin im Talbezirk (Ehrenbreitstein, Pfaffendorf,
Horchheimer Höhe ab Haus Nr. 20) in unserer Kirchengemeinde
Koblenz-Pfaffendorf für die Betreuung der Senioren zuständig. Da
einige Senioren lange keinen persönlichen Kontakt zur Kirchengemeinde
hatten, war anfangs viel Fingerspitzengefühl bei meinen täglichen
Hausbesuchen notwendig. Überall wurde ich freundlich aufgenommen. Das
machte es mir leicht, mich in meine neue Aufgabe hineinzufinden. Neben
den täglichen Geburtstagsbesuchen haben mich viele Gespräche bei
Krankenbesuchen und sehr oft auch mit verschlossenen Menschen
besonders beeindruckt. Zuhören, trösten und Mut machen war hier
gefragt. Schnell wurde mir klar, daß es über die anfangs gestellte
dienstliche Aufgabe, Geburtstagsbesuche zu machen, Kaffeenachmittage
in harmonischer Atmosphäre zu organisieren und Kontakte zu älteren
Menschen aufzubauen, hinausgeht. Mit der Zeit wurde ich von vielen
Menschen ins Vertrauen gezogen, so daß ich sehr oft auch erste
Ansprechpartnerin bei Fragen und Problemen war. Ich denke hier
besonders an Trauerbegleitung, Besuche in Altenheimen, Vermittlung zu
Beratungsstellen usw. Viel Vorbereitungszeit nahmen oft die Halbtages- bzw. Ganztagesfahrten und Ferienfreizeiten in Anspruch. Viel Schönes wurde auf diesen gemeinsamen Fahrten erlebt, viele neue Kontakte hergestellt. Alle diese Aufgaben könnte ich alleine gar nicht meistern, wenn da nicht die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wären, die bei den gemeinsamen Nachmittagen und Festen über all die Jahre immer wieder treu mithelfen. Bei diesem hervorragend eingearbeiteten Team möchte ich mich für die bisher geleistete Arbeit herzlich bedanken. Dem Presbyterium Pfaffendorf ist zu danken, daß es diese Aufgabe für wichtig hält und unterstützt. Auch den vielen Gemeindemitgliedern, die diese Arbeit durch Spenden unterstützen, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gesagt. So manche Aktivität in der bisherigen Form wäre sonst nicht möglich. Es ist sehr schön, daß unsere Gemeinde über einen so kostbaren, reichen Schatz an engagierten älteren Menschen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verfügt. Auch für das mir entgegengebrachte Vertrauen und für die Unterstützung jeglicher Art gilt allen Beteiligten mein besonderer Dank. Mir macht es Freude, in dieser Kirchengemeinde Bezirkshelferin zu sein. |
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